200 m Ewige Kreisbestenliste
  28.08.2020 •     Kreis Schwalm-Eder , Presse


Schwalm-Eder - Mit Florian Schwalm (SC Steinatal) sowie mit Andrea Bornscheuer (LG Schwalmstadt) kommen die Spitzenreiter der „ewigen“ Bestenliste der Leichtathleten des Schwalm-Eder-Kreis über 200 Meter der Männer und Frauen jeweils aus der Schwalm.

Männer:

Florian Schwalm: Die Sprinter des SC Steinatal prägten eine ganze Ära. Im Juli 2004 trommelte der Junioren-Internationale aus Schrecksbach im Stadion der Stadt Wetzlar die 200 Meter in 21,78 Sekunden herunter und steigerte sich 2007 in Regensburg im Trikot des TSV Friedberg-Fauerbach auf 21,26 Sekunden. Doch seine Vorliebe galt der Stadionrunde. Mit den Siegen bei der Landes-Meisterschaft im Freien (Rüsselsheim) und in der Halle (Frankfurt) sowie mit Gold und Silber bei der Deutschen Jugend-Meisterschaft in der Halle (Neubrandenburg) und im Freien (Jena) jeweils über 400 Meter war 2004 für den heutigen Manager der Bayer AG in Frankfurt-Höchst das medaillenträchtigste Jahr.

Philipp Imhof: Vom selben Jahrgang war Philipp Imhof (SC Steintal) seinerzeit der ideale Trainingspartner für Florian Schwalm. Der heutige Leiter der Bewegungstherapie der Werner-Wicker-Klinik in Reinhardshausen erzielte in 22,16 Sekunden 2005 ebenfalls in Wetzlar die bisher zweitschnellste Zeit im Kreis und erhöhte 2007 in Alsfeld im Trikot des ASV Köln auf 22,05 Sekunden. Der Sportwissenschaftler lebt im Eigenheim in Immichenhain und hat eine fünf Jahre alte Tochter.

Hans-Jürgen Hentschke: Viele Spuren führen in der Historie des Kreises zu Hans-Jürgen Hentschke (TuSpo Borken). Vier Jahrzehnte zuvor lief der Deutsche Jugend-Meister über 300 Meter Hürden (Ulm 1966) 1968 im Stellberg-Stadion in Homberg 22,0 Sekunden, die in der Statistik ebenso mit 22,24 Sekunden bewertet werden die 22,0 von Ralf Erbe (MT) 1984 in Gudensberg.

Hermann Mager: Vervollständigt wird das Spitzen-Quartett von Hermann Mager (Schwalmstadt), der nie in einem Trikot des Schwalm-Eder-Kreis unterwegs war, und 1982 in Darmstadt für den TV Bad Vilbel startend 21,2 Sekunden (= 21,44 s) erreichte.

Frauen:

Andrea Bornscheuer: In 24,08 Sekunden führt Andrea Bornscheuer (LG Schwalmstadt) die Hitliste des Schwalm-Eder-Kreises über 200 Meter der Frauen an. Doch die sportlichen Leistungen der Ärztin für Allgemein-Medizin in Ziegenhain, die heute Held heißt, werden erst beim Betrachten der Historie des Hessischen Leichtathletik-Verbandes deutlich. Ihre 1999 im Trikot der TSG Wieseck beim DMM-Bundesfinale in Salzgitter erzielten 23,37 Sekunden wurden bisher in Hessen einschließlich aller WM-Starterinnen lediglich von fünf Athletinnen unterboten. Mit dieser Zeit rangiert die elffache Internationale noch vor Dagmar Fuhrmann (LG Frankfurt/23,52 s), die 1973 bei der Hallen-EM in Rotterdam Gold mit der DLV-Staffel über 4 x 400 Meter gewann sowie 1976 bei der Olympiade in Montreal mit dem DLV den fünften Platz belegte.

Claudia Wacker: Mit 15 Jahren gewann Claudia Wacker (LG Schwalmstadt) 1985 in Wiesbaden die hessische Meisterschaft über 200 Meter der weiblichen Jugend B und erreichte im selben Jahr in Wetzlar in 24,49 Sekunden bereits ihre Lebens-Bestzeit über die lange Sprint-Distanz. Den Höhepunkt ihrer Laufbahn  erlebte die heute in Dresden lebende Athletin als Siegerin in 55,35 Sekunden über 400 Meter der weiblichen Jugend A bei der Jugend-DM 1989 in Dortmund.

Kristina Bräutigam: 14 Jahre später sprintete Kristina Bräutigam (TuSpo Borken) bei der Hessischen Jugend-Meisterschaft 1999 in Rüsselsheim in 24,71 Sekunden zum Titel über 200 Meter der weiblichen Jugend A und holte sich zuvor in 12,20 Sekunden die Sprinter-Krone über 100 Meter. Die Redakteurin lebt mit ihrem Lebensgefährten in Hanau und hat einen acht Monate alten Sohn.

Vivian Groppe: Bereits in diese Phalanx vorgedrungen ist Vivian Groppe (MT). Die 15-Jährige steigerte sich beim backontrack-Meeting in Dortmund auf 24,79 Sekunden und ist mit dieser Zeit aktuell Achte der weiblichen Jugend U 18 im DLV.

Ausblick: Mit Disziplin und Ehrgeiz kann Anton Umbach (ESV) im kommenden Jahr den Einzug in die Top-Zehn des Kreises schaffen.       (zct)

Ewige Bestenliste des Schwalm-Eder-Kreises über 200 Meter; erzielte Leistungen im Trikot eines Vereins des Schwalm-Eder-Kreises:

Männer: Florian Schwalm (SCS) 21,78 s, Philipp Imhof (SCS) 22,16 s, Hans-Jürgen Hentschke (TB) 22,0 s (= 22,24 s), Ralf Erbe (MT) 22,0 (= 22,24 s), Bernd Höhle (TSV Spangenberg) 22,27 s, Karl Bönisch (LGS) 22,1 s (= 22,34 s), Robert Lang (JG) 22,1 s (= 22,34 s), Alexander Schröder (MT) 22,1 (= 22,34 s), Daniel Malychin (ESV) 22,39 s, Dennis Horn (MT) 22,43 s, Ludwig Bernhardt (TuS Fritzlar) 22,2 s (= 22,44 s), Bodo Reuter (MT) 22,2 s (= 22,44 s), Michael Saalmann (TB) 22,2 s (= 22,44 s), Daniel van Kruijssen (ESV) 22,45 s.

Frauen: Andrea Bornscheuer (LGS) 24,08 s, Claudia Wacker (LGS) 24,49 s, Kristina Bräutigam (TB) 24,71 s, Vivian Groppe (MT) 24,79 s, Nicole Schermeier (MT) 24,90 s, Daniela Clobes (JG) 25,30 s, Christiane Kalmbach (JG) 25,39 s, Astrid Gsänger (LGS) 25,2 s (= 25,44 s), Irena Gazda-Sagolla (TSV Remsfeld) 25,2 s (= 25,44 s), Lena Lang (ESV) 25,56 s, Hanna Ostheim (TB) 25,63 s, Doris Braun (LGS) 25,4 s (= 25,64 s), Kerstin Fröhlich (JG) 25,67 s.

Vereinsabkürzungen: LGS = LG Schwalmstadt, SCS = SC Steinatal, ESV = ESV Jahn Treysa, MT = MT Melsungen, JG = TSV Jahn Gensungen, TB = TuSpo Borken.       (zct)