Sport kurios
  03.01.2019 •     Presse


ZIEGENHAIN. Die Auseinandersetzung in der W 20 der Frauen zählte zu den spannendsten Entscheidungen im KSK-Schwalm-Eder-Laufcup der Leichtathleten. Während die meisten Entscheidungen im Laufe der elf Renntage umfassenden Lauf-Serie bereits gefallen waren, führte Linda Keilbach (TuSpo Borken) vor dem Finale beim Silvesterlauf des TuSpo Ziegenhain mit einem Zähler Vorsprung vor Lena Dumeier (SG Chattengau) die Serien-Wertung an.

Für einen Klassensieg gibt es 50 Punkte, für einen zweiten Platz 49, usw. Als Zweite der W 20 über 8100 Meter der Frauen im Schützenwald hinter Theresa Koch (TB) und vor Linda Keilbach machte Lena Dumeier diesen einen Zähler wieder wett. Nach Abzug der Streichresultate - die sechs besten Läufe kamen in die Wertung - notierte Cup-Organisator Frank Siesenop für beide Akteurinnen 294 Punkte. Doch wer bekommt nun den Pokal ?

Das große Rechnen begann. Laut Reglement gibt die beste Einzel-Platzierung den Ausschlag. Doch beide Athletinnen hatten je einen Lauf gewonnen. Also Gleichstand. Dann die zweitbeste Leistung: Beide Läuferinnen erzielten je vier Mal 49 Punkte für einen zweiten Platz. Wieder Gleichstand. Dann die drittbeste Leistung: Beide bekamen für je einen dritten Platz je 48 Zähler gutgeschrieben. Immer noch Gleichstand. Erst das Heranziehen der direkten Vergleiche der Kontrahentinnen untereinander ergab einen minimalen Vorsprung für Lena Dumeier.

Dafür nimmt die 24 Jahre alte Erzieherin aus dem Chattengau jetzt bei der Sieger-Ehrung am 19. Januar im Bürgerhaus in Gudensberg dem Pokal der W 20 in Empfang. Doch dieser knappe Ausgang sollte den Organisatoren dieser Lauf-Serie für die unterlegene Athletin einen Trostpreis wert sein. Denn spannender kann der Laufsport nicht sein.       (zct)